Pflegende Angehörige sollten eine Vertretung möglichst früh organisieren. Eine Vertretung wird gebraucht, wenn die Hauptpflegeperson krank ist, Urlaub braucht, berufliche Termine hat oder aus anderen Gründen vorübergehend nicht pflegen kann.
Geeignete Vertretungen können andere Angehörige, Nachbarn, Bekannte, ein ambulanter Pflegedienst oder eine Betreuungskraft sein. Wichtig ist, dass die Person zuverlässig ist und die wichtigsten Abläufe kennt. Bei komplexer Pflege sollte professionelle Unterstützung geprüft werden.
Vor der Übergabe sollten Medikamente, Tagesablauf, Notfallkontakte, Hilfsmittel, Essgewohnheiten, Mobilität und besondere Risiken dokumentiert werden. Gerade bei Demenz oder hohem Pflegebedarf ist eine klare Übergabe entscheidend.
Für die Finanzierung kann Verhinderungspflege relevant sein. Je nach Situation können Kosten für Ersatzpflege übernommen werden. Auch Tagespflege oder Kurzzeitpflege können eine Vertretungslösung ergänzen.
Eine Vertretung sollte nicht erst gesucht werden, wenn die Hauptpflegeperson bereits ausfällt. Pflege braucht einen Notfallplan. Alles andere ist Hoffnung mit Kalenderfunktion, und die ist selten belastbar.