News

Pflegeausbildung wächst weiter: 64.300 neue Verträge und so viele Auszubildende wie nie

Die Pflegeausbildung in Deutschland legt weiter zu. Nach vorläufigen Zahlen wurden 2025 rund 64.300 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Insgesamt befanden sich rund 158.000 Menschen in der Ausbildung zur Pflegefachf…

Zum Inhalt
Pflegeausbildung wächst weiter: 64.300 neue Verträge und so viele Auszubildende wie nie
Aktuelles

Pflegeausbildung wächst weiter: 64.300 neue Verträge und so viele Auszubildende wie nie

Die Pflegeausbildung in Deutschland legt weiter zu. Nach vorläufigen Zahlen wurden 2025 rund 64.300 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Insgesamt befanden sich rund 158.000 Menschen in der Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann.

Die neuen Zahlen zur Pflegeausbildung senden ein wichtiges Signal für den Pflegesektor. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2025 rund 64.300 neue Ausbildungsverträge zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann abgeschlossen. Das entspricht einem Plus von rund 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig stieg auch die Gesamtzahl der Auszubildenden auf rund 158.000 und damit auf einen neuen Höchststand seit Einführung der generalistischen Pflegeausbildung.

Für eine Branche, die seit Jahren unter Fachkräftemangel, hoher Belastung und einem wachsenden Versorgungsdruck leidet, ist das eine positive Entwicklung. Mehr Menschen entscheiden sich für den Pflegeberuf, obwohl die Anforderungen hoch bleiben. Das zeigt: Die Pflege bleibt trotz aller Schwierigkeiten ein relevantes Berufsfeld mit stabiler Nachfrage, klarer gesellschaftlicher Bedeutung und langfristigen Beschäftigungsperspektiven.

Besonders bemerkenswert ist nicht nur der Anstieg bei den Neuverträgen, sondern auch die Gesamtzahl der Menschen in Ausbildung. Das spricht dafür, dass die generalistische Pflegeausbildung im System angekommen ist.

Mehr Nachwuchs, aber der Bedarf bleibt hoch

Die wachsende Zahl neuer Ausbildungsverträge ist ein gutes Zeichen, ersetzt aber nicht die strukturellen Probleme in der Pflege. Einrichtungen kämpfen weiterhin mit Personalengpässen, Ausfällen und hoher Arbeitsverdichtung. Der Ausbildungszuwachs ist daher eher ein wichtiger Schritt als eine vollständige Lösung. Entscheidend bleibt, wie viele Auszubildende ihre Ausbildung erfolgreich abschließen und langfristig im Beruf bleiben.

Auffällig ist außerdem, dass Frauen in der Pflegeausbildung weiter deutlich überwiegen. Rund 71 Prozent der Auszubildenden mit Neuvertrag sind Frauen, 29 Prozent Männer. Gleichzeitig wächst der Männeranteil langsam. Auch das kann für die Zukunft des Berufsbildes relevant sein, weil eine breitere Ansprache neuer Zielgruppen den Arbeitsmarkt stabilisieren könnte.

8 Prozent mehr Neuverträge

Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge stieg innerhalb eines Jahres deutlich. Das ist ein positives Signal für Schulen, Träger und Einrichtungen, die dringend Nachwuchs brauchen.

Rekord bei Auszubildenden

Mit rund 158.000 Auszubildenden erreicht die Pflegeausbildung einen neuen Höchststand. Das unterstreicht die Bedeutung des Berufsfeldes im Gesundheitswesen.

Warum diese Entwicklung für Pflegebedürftige wichtig ist

Mehr Pflegeauszubildende bedeuten nicht nur bessere Perspektiven für den Arbeitsmarkt, sondern langfristig auch mehr Stabilität für die Versorgung. Pflegebedürftige und Angehörige spüren den Personalmangel oft direkt, etwa durch Wartelisten, Zeitdruck oder eingeschränkte Angebote. Jede zusätzliche Fachkraft kann mittelfristig helfen, diese Lücken zu verkleinern.

Gleichzeitig hängt der Erfolg nicht allein von der Ausbildung ab. Gute Praxisanleitung, faire Arbeitsbedingungen, verlässliche Dienstpläne und Entwicklungsperspektiven bleiben entscheidend, damit neue Pflegekräfte nach der Ausbildung im Beruf bleiben. Die Statistik ist daher ein Hoffnungssignal, aber keine Entwarnung.

Die Pflegeausbildung entwickelt sich 2025 positiv. Mehr Neuverträge und ein Rekordstand bei den Auszubildenden zeigen, dass der Pflegeberuf weiterhin Menschen anzieht. Damit aus dieser Entwicklung eine echte Entlastung für die Versorgung wird, müssen Ausbildung, Arbeitsbedingungen und Berufsperspektiven zusammen gedacht werden.

Drucken und teilen

Diesen Beitrag ausdrucken, per E-Mail versenden oder über soziale Netzwerke teilen.