
Erhebliche Krankheitsausfälle bei Pflegekräften laut aktueller TK-Auswertung
Pflegekräfte verzeichneten 2025 deutlich mehr Fehltage als andere Berufsgruppen. Laut einer Auswertung der Techniker Krankenkasse lagen die durchschnittlichen Krankheitstage bei 27,8 Tagen, was einen erheblichen Unterschied zum Gesamtdurchschnitt darstellt.
Erhebliche Krankheitsausfälle bei Pflegekräften laut aktueller TK-Auswertung
Die Techniker Krankenkasse veröffentlicht Daten, die aufzeigen, dass Pflegekräfte 2025 im Schnitt länger krankgeschrieben waren als andere Beschäftigte. Die höheren Ausfallzeiten geben Anlass zu weiteren Analysen der Arbeitsbedingungen im Pflegebereich.
Die durchschnittliche Anzahl der Krankheitstage von Pflegekräften lag 2025 bei 27,8 Tagen. Im Vergleich zum allgemeinen Durchschnitt der Beschäftigten, der etwa 18 Tage beträgt, ergeben sich dadurch rund zehn zusätzliche Fehltage pro Pflegekraft. Diese Werte machen deutlich, dass die Belastungen im Gesundheits- und Pflegewesen weiter zunehmen und sich in der Krankheitsstatistik niederschlagen.
Die Untersuchung der TK basiert auf Versichertendaten und umfasst verschiedene Berufsbilder im Pflegebereich, darunter Altenpflege, Krankenpflege sowie ambulante Pflegedienste. Die längeren Ausfallzeiten können unterschiedliche Ursachen haben, von körperlicher Belastung und Infektionen bis hin zu psychischen Belastungen durch Stress und Schichtarbeit.
Arbeitsbedingungen und gesundheitliche Belastungen im Fokus
Seit Jahren klagen Pflegekräfte über Überlastung, Personalmangel und zeitlichen Druck, was zu anhaltendem Stress und gesundheitlichen Problemen führen kann. Die Daten der TK untermauern, dass sich dies in verstärkten Krankenständen niederschlägt. Physische Beschwerden, ausgelöst durch das Hebe- und Tragen von Patienten, sowie psychosoziale Belastungen zählen zu den Hauptursachen für längere Ausfallzeiten.
Verbände und Gewerkschaften fordern seit Langem bessere Rahmenbedingungen, um den Pflegeberuf nachhaltiger zu gestalten. Die aktuellen Zahlen könnten diese Initiativen verstärken und zu politischen Maßnahmen führen, die gezielte Gesundheitsförderung und ergonomische Verbesserungen in Pflegeeinrichtungen umfassen.
Folgen für Pflegeeinrichtungen
Die langen Krankheitstage erschweren die Personalplanung. Viele Einrichtungen müssen Lohnausgleich oder Ersatzpersonal organisieren, was zusätzliche Kosten verursacht und die Belastung für verbleibende Mitarbeiter erhöht. Die steigenden Ausfallzeiten wirken sich direkt auf die Versorgungsqualität aus.
Maßnahmen zur Gesundheitsförderung
Immer mehr Träger investieren in Programme zur Stressreduktion, Impfungen und Ergonomie-Schulungen. Ziel ist es, die Arbeitsfähigkeit der Pflegekräfte langfristig zu erhalten und krankheitsbedingte Fehlzeiten zu vermindern.
Ein weiterer Aspekt ist die psychische Gesundheit: Die Belastungen in der Pflege, auch durch die Anforderungen in der Pandemie, haben den Bedarf an Unterstützungsangeboten wie Supervision, Coaching und Beratung sichtbar gesteigert. Die aktuellen Krankheitszahlen könnten in diesem Zusammenhang auch auf psychische Erkrankungen hinweisen, die oft zu längeren Fehlzeiten führen.
Die TK-Auswertung liefert somit wertvolle Informationen, um die dringend nötigen Schritte zur Entlastung und Förderung der Pflegekräfte treffender zu gestalten. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig aussagekräftige Daten zur personalwirtschaftlichen und gesundheitspolitischen Planung sind.
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