Ein Hausnotruf ist sinnvoll, wenn eine pflegebedürftige oder ältere Person allein lebt, sturzgefährdet ist oder im Notfall schnell Hilfe rufen können soll. Er kann Sicherheit geben, ohne dass ständig jemand im Haushalt anwesend sein muss.
Das System besteht meist aus einer Basisstation und einem Notrufknopf, der als Armband oder Halskette getragen wird. Wird der Knopf gedrückt, wird eine Notrufzentrale oder ein festgelegter Kontakt informiert. Je nach Anbieter gibt es unterschiedliche Leistungen.
Ein Hausnotruf ist besonders hilfreich bei Sturzrisiko, Schwindel, Herz-Kreislauf-Problemen, Unsicherheit beim Gehen oder Angst vor Notfällen. Auch Angehörige werden entlastet, weil sie wissen, dass im Ernstfall Hilfe erreichbar ist.
Die Pflegekasse kann einen Hausnotruf unter bestimmten Voraussetzungen bezuschussen, wenn ein Pflegegrad vorliegt und die Person überwiegend allein lebt oder in Notsituationen Hilfe braucht. Die genauen Bedingungen sollten vorher geklärt werden.
Ein Hausnotruf verhindert keine Stürze. Er kann aber verhindern, dass jemand nach einem Sturz stundenlang ohne Hilfe bleibt. Und das ist in der Praxis ein ziemlich großer Unterschied.