Vor dem Einzug ins Pflegeheim sollten mehrere Dinge geklärt werden. Dazu gehören Pflegegrad, Finanzierung, Heimplatz, Vertrag, ärztliche Unterlagen, Medikamente, Vollmachten, persönliche Dokumente und die Organisation des Umzugs. Ohne Vorbereitung wird aus dem Einzug schnell ein Verwaltungssturm mit Möbelwagen.
Zuerst sollte geprüft werden, ob ein Pflegegrad vorliegt und ob er zum aktuellen Pflegebedarf passt. Falls sich die Situation verschlechtert hat, kann eine Höherstufung sinnvoll sein. Die Pflegekasse sollte über den geplanten stationären Aufenthalt informiert werden.
Danach müssen Kosten und Finanzierung geklärt werden. Das Heim sollte eine vollständige Kostenübersicht vorlegen. Rente, Pflegekassenleistungen, Vermögen und mögliche Sozialhilfe sollten realistisch geprüft werden. Wenn das Geld nicht reicht, kann Hilfe zur Pflege beim Sozialamt notwendig werden.
Wichtig sind außerdem medizinische Unterlagen. Dazu gehören Medikamentenplan, Diagnosen, Arztberichte, Krankenhausberichte, Allergien, Hilfsmittel und Kontaktdaten von Ärzten. Auch Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung oder Betreuerausweis sollten bereitliegen, wenn vorhanden.
Der Heimvertrag sollte sorgfältig gelesen werden. Er regelt Leistungen, Kosten, Zimmer, Kündigung, Abwesenheit und Zusatzleistungen. Angehörige sollten nachfragen, wenn etwas unklar ist. Unterschreiben ohne Verstehen ist bei Pflegeheimverträgen ungefähr so clever wie Duschen mit Aktenordner.
Auch persönliche Dinge sind wichtig. Kleidung, Erinnerungsstücke, Fotos, Hygieneartikel und vertraute Gegenstände helfen beim Ankommen. Der Umzug ist nicht nur organisatorisch, sondern emotional ein großer Schritt.