FAQ

Welche Pflegegrade braucht man für ein Pflegeheim?

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Für ein Pflegeheim ist grundsätzlich kein bestimmter Pflegegrad zwingend vorgeschrieben, praktisch spielt der Pflegegrad aber eine große Rolle. Die Leistungen der Pflegekasse für vollstationäre Pflege gibt es ab Pflegegrad 2. Pflegegrad 1 bietet nur begrenzte Unterstützung und reicht finanziell meist nicht für eine reguläre stationäre Pflege.

Menschen mit Pflegegrad 2 bis 5 können Leistungen für vollstationäre Pflege erhalten. Je höher der Pflegegrad, desto höher ist der Leistungsbetrag der Pflegekasse. Trotzdem bleibt ein Eigenanteil, weil die Pflegeversicherung nicht alle Heimkosten übernimmt.

Der Pflegegrad sollte vor dem Einzug geprüft werden. Wenn der Pflegebedarf gestiegen ist, kann eine Höherstufung sinnvoll sein. Besonders bei Demenz, häufiger Hilfe bei der Selbstversorgung oder stark eingeschränkter Mobilität sollte der tatsächliche Bedarf genau dokumentiert werden.

Ein Pflegeheim nimmt nicht automatisch jeden Menschen nach Pflegegrad auf. Entscheidend ist auch, ob die Einrichtung den konkreten Bedarf versorgen kann. Bei schwerer Demenz, intensivem Betreuungsbedarf oder besonderen medizinischen Anforderungen muss die Eignung vorher geklärt werden.

Wer noch keinen Pflegegrad hat, sollte möglichst früh einen Antrag stellen. Ohne Pflegegrad wird die Finanzierung schwieriger. Und weil Anträge selten so schnell laufen, wie man es bräuchte, ist frühzeitiges Handeln ausnahmsweise keine schlechte Idee.