Pflegende Angehörige können verschiedene Ansprüche und Unterstützungen nutzen. Dazu gehören Pflegeberatung, Pflegekurse, soziale Absicherung, Rentenversicherungsbeiträge, Unfallversicherung, Entlastungsleistungen, Verhinderungspflege, Pflegezeit, Familienpflegezeit und unter bestimmten Voraussetzungen weitere Hilfen.
Welche Ansprüche konkret bestehen, hängt von der Pflegesituation ab. Wichtig sind unter anderem Pflegegrad, Umfang der Pflege, Erwerbstätigkeit der Pflegeperson und die Frage, ob die Pflege zu Hause organisiert wird. Nicht jede Leistung gilt automatisch für jede Situation.
Besonders wichtig ist die Beratung. Pflegende Angehörige sollten sich nicht allein durch Anträge, Bescheide und Leistungsbegriffe kämpfen. Pflegekasse, Pflegestützpunkte und Beratungsstellen können helfen, Ansprüche einzuordnen und passende Leistungen zu finden.
Auch Entlastung gehört zu den wichtigen Ansprüchen. Dazu zählen Angebote wie Tagespflege, Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege, Entlastungsbetrag oder Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst. Diese Leistungen sollen verhindern, dass Angehörige dauerhaft über ihre Grenzen gehen.
Pflegende Angehörige sollten ihre Ansprüche früh prüfen. Wer erst Unterstützung sucht, wenn die Belastung bereits kaum noch tragbar ist, hat oft weniger Handlungsspielraum. Pflege sollte nicht nur für die pflegebedürftige Person organisiert werden, sondern auch für die Menschen, die sie täglich ermöglichen.